Fahrplanauskunft

Dienstag, 21. August 2018
St. Jakob in Defereggen
11/26

Osttiroler Pustertal:

Tel.: 0664 155 9920

Iseltal:

Tel.: 0664 155 9971

Defereggental:

Tel.: 0676 7412663 oder 0664 155 9963

Der diensthabende Arzt ist am Gemeindeaushang
und im Internet unter www.notarztverband.at jederzeit ersichtlich

Leitstelle:

Tel.: 141

 

Geschichte

EINE IDEE ...
Einige junge Leute aus St. Jakob und St. Veit, darunter auch Sprengelarzt Dr. Ottokar Widemair, hatten sich im Jahre 1983 im Gasthof Bergkristall (heute Macher´s Landhotel) zu einer Stammtischrunde zusammengefunden.

Bei den Diskussionen in dieser Runde kam der Arzt auch auf die oftmals prekäre Situation des Rettungswesen im Tal zu sprechen. Er klagte über die lange Anfahrtswege der Rettung, die entweder von Lienz oder von Matrei in Osttirol in das Tal kommen mußte.

Akutfälle hätten bereits Anlaß zur Sorge gegeben, sodass er, um den Wettlauf mit der Zeit zu gewinnen, einige Male selbst mit seinem Arztauto den Krankentransport in das Spital nach Lienz durchführen müssen.

Weil die Stammtischrunde bereits über eine Verwendung ihrer "Kasse" für caritative Zwecke nachgedacht hatte, beschloß man, das bei den Stammtischrunden eingespieltes Geld als Startkapital für die Stationierung eines Rettungsautos im Tal zu spenden.

Gesagt, getan: Die Stammtischrunde wurde deshalb zur "Arbeitsgemeinschaft Rettungsauto" umfunktioniert und das Ziel bereits höher gesteckt. In St. Jakob sollte eine eigene Ortsstelle des Roten Kreuzes entstehen. Nun wurden die nötigen Kontakte mit den zuständigen Herren, Bgm. Armin Ladstätter, Bgm. Rudolf Obkircher, Sprengelobmann Hans Volgger, Prim. Doz. Dr. Walfried Fritzer und mit dem Bezirksstellenleiter des Roten Kreuzes, HR Dr. Otmar Doblander, aufgenommen.

DIE AUFLAGE ...
Die Auflage, die von Dr. Doblander der Arbeitsgemeinschaft nun vorgegeben wurde, stellten diese vor die erste schwer überwindbare Hürde. Es wurde die Bereitsstellung von

einer Garage
eines Aufenthaltsraumes
eines einsatzbereiten Rettungswagen und
von mindestens 30 freiwilligen Helfern


verlangt.

DIE VERWIRKLICHUNG ...
Mit dem Ziel, diese Idee auf alle Fälle in die Tat umzusetzen, scheute die Arbeitsgemeinschaft keine Mühen. Einige Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft besuchten auch vergleichbare Rot-Kreuz-Ortsstellen, um sich ein Bild von der auf sie zukommenden Arbeit zu machen.

Nun war die Zeit reif, die Bevölkerung zu informieren. Dr. Widemair richtete ein Schreiben an jeden Haushalt in St. Jakob und St. Veit, in dem er die Probleme der sanitätmäßigen Versorgung im Sprengelgebiet aufzeigte und darauf hinwies, dass dieses Vorhaben von den öffentlichen Institutionen nach entsprechenden Vorgesprächen überaus positiv aufgenommen worden war. Das Schreiben beinhalten außerdem eine Einladung an die Bevölkerung, eine Versammlung am 04. Mai 1984 im kleinen Gemeindesaal in St. Jakob zu besuchen. Dort würde mit HR Dr. Doblander alle aktuellen Belange besprochen werden.

Der Besuch von über 150 Teilnehmern an dieser Veranstaltung bezeugte das große Interesse an dieser Idee. Die bekannte Auflage wurden nun der Bevölkerung vorgestellt. Es zeigte sich nach einigen Diskussionen heraus, dass auch die Bevölkerung von der Idee, eine eigene Rettungsstation im Tal zu installieren, begeistert war.

Den beiden Gemeinden wurde eine Sammelerlaubnis erteilt und die Bürgermeister Armin Ladstätter und Rudolf Obkircher riefen mittels Rundschreiben die Bevölkerung zu einer Spendenaktion auf.

DIE UNTERKUNFT ...
Die Milchsammelstelle im Gemeindehaus wurde zu einem wohnlichen Aufenthatlsraum mit DU/WC, einem Abstellraum und einem Büro- und Schlafraum umgebaut, der Kellerraum zu einer Garage umfunktioniert.

Im Rahmen der Fahrzeugweihe wurden auch die neu adaptierten Räume der Ortsstelle eingeweiht und man präsentierte sie voller Stolz der Öffentlichkeit in gutem Glauben, für die kommenden Aufgaben bestens gerüstet zu sein.