Deferegger Wallfahrt 2026
von St. Jakob nach Maria Schnee
Von St. Jakob nach Maria Schnee in Obermauern
Eine Woche vor der Wallfahrt meinte man fast, dass die heurige Wallfahrt vielleicht in den Schnee am Virgertörl fallen könnte, aber dem war dann Gott sei Dank nicht so.
Zwar waren die Temperaturen dann am 12. September in der Früh nicht gerade hochsommerlich sondern eher knapp über 0, aber dass uns der liebe Gott mit so einem Traumwetter den ganzen Tag belohnen wird, war einfach nur ein Segen.
Knapp 50 Mitwallfahrer trafen sich um 06:00 in St. Jakob, wo uns alle ein Shuttledienst bis auf Tögisch brachte. Hier bedanken wir uns bei Tobi und der FW St. Jakob, bei Manuel und der Gemeinde St. Jakob, bei Ludwig und der FW St. Veit und bei Roman Berger für den super Service.
Vor dem Start gestaltete Theresia Rieger eine kurze Morgenandacht und mit einem Salzstein im Gepäck und dem Wallfahrersegen gestärkt, startenden nicht nur Defregger-, sondern auch Südtiroler-, Virger-, und Prägratner-Wallfahrer hinauf in den ersten langen Anstieg bis zur Aufsichtsplattform.
Fast schon kitschig empfing uns bei der ersten, kurzen Pause bei der Aufsichtsplattform die Sonne und zeigte uns damit, dass wir von oben begleitet sind.
Da nun der größte, anstrengendste Abschnitt der Wallfahrt hinter uns lag, war der Weg bis zu den Gritzer Seen schnell hinter uns gebracht. Bei den Gritzer Seen war die zweite, kurze Rast angesagt, bevor wir über das Virgertör von der Defreggerseite auf die Virgerseite wechselten, wo man nicht lange absteigen musste um das nächste Ziel, die Lasörlinghütte, zu sehen.
Wie es sich gehört, stärkten wir uns bei Heidi und ihrem Lasörlinghütten-Team zuerst mit Kaiserschmarrn und anderen kulinarischen Köstlichkeiten, bevor wir geistig mit einer Andacht von Michael und Theresia gestärkt wurden. Dabei erfuhren wir, was es mit dem Salzstein auf sich hatte. Uns wurde bewusst, dass wir Salz sein können – im eigenen Glauben, aber auch für andere. Und dass wir Licht sein sollen. Dafür stand der zweite Teil unseres Wallfahrergeschenkes: eine Kerze.
Das wir Defregger auch singen können, zeigten wir stimmgewaltig vor dem Abmarsch.
Sobald der Weg breiter und unser Ziel immer sichtbarer wurde, beteten wir gemeinsam. Aber auch in manch gutem Gespräch über unser Leben und unseren Glauben haben wir uns auf dem Weg gegenseitig gestärkt.
Zach war dann noch der letzte Anstieg von Niedermauern-Gries auf Obermauern, aber dafür die Ankunft in Obermauern umso herrlicher. Von den Glocken der Wallfahrtskirche Maria Schnee wurden wir in die Kirche hineingeläutet und feierten mit Pater Vinitius und Pfarrer Siegmund von Virgen die Wallfahrermesse. Und hier ein besonderer Dank an Roman und Theresia für die musikalische Umrahmung und alle stimmgewaltigen Sängerinnen und Sänger für die Gänsehaut-erzeugende Atmosphäre. Es ist schon beeindruckend, wie intensiv und gemeinschaftsstiftend so eine Wallfahrermesse sein kann, wenn man den ganzen Tag gemeinsam unterwegs war und miteinander alle Strapazen und Anstrengungen auf sich genommen hat.
Danke auch an Mesner Wurnitsch Franz.
Irgendwie befreit und teilweise um Lasten leichter haben wir diese „Kraftkirche“ verlassen und unser Jahrelang-treuer Busfahrer Engelbert hat uns in Obermauern abgeholt und zum Neuwirt nach Virgen chauffiert. Dort ließen wir den Tag bei gutem Essen und dem einen oder anderen Getränk gemütlich ausklingen und wurden bestens bewirtet.
Mit den ganzen Eindrücken des Tages und rundum gestärkt brachte uns Engelbert wieder gut ins Defereggen zurück .
Abschließend bleibt eigentlich nur Danke zu sagen: Danke an alle, die mitgegangen sind, mitgestaltet, vorbereitet und mitgeholfen haben. Und vor allem danke für die Gemeinschaft, die diese Wallfahrt wieder zu einem ganz besonderen und unvergesslichen Tag gemacht hat.
Bericht: Berger Michael
Fotos: Deferegger Wallfahrer
Hier die Bilder der Deferegger Wallfahrt!
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