Fahrplanauskunft

Defmobil Fahrplan:

DefmobilWinter2016
Sonntag, 25. Februar 2018
St. Jakob in Defereggen
-10/-6

Osttiroler Pustertal:

Tel.: 0664 155 9920

Iseltal:

Tel.: 0664 155 9971

Defereggental:

Tel.: 0676 7412663 oder 0664 155 9963

Der diensthabende Arzt ist am Gemeindeaushang
und im Internet unter www.notarztverband.at jederzeit ersichtlich

Leitstelle:

Tel.: 141

 

Pfarrkirche St. Veit

Die Pfarrkirche zum Heiligen Vitus

 

Geschichte der Pfarre
Im Jahre 1313 wird die Kirche von St. Veit, genauer gesagt ein Seelsorger von St. Veit zum ersten Mal erwährt. St. Veit war zu dieser Zeit ein Vikariat, d. h. der dort wirkende Seelsorger war in rechtlicher und finanzieller Hinsicht vom Pfarrer in Windisch-Matrei abhängig. Die nächst höheren kirchlichen Behörden (die etwa im Falle von Baumaßnahmen eingeschaltet wurden), waren der Dekan von Lienz und der Archidiakon in Gmünd (in Kärnten) als Vertreter des Salzburger Erzbischofs für die Gebiete südlich der Tauern.

Das Vikariat St. Veit wird in Dokumenten immer als ärmliche Pfründe geschildert. So etwa musste der Pfarrer von Windisch-Matrei (heute Matrei i. O.) dem Vikar 20 Gulden als Unterstützung zahlen. Flächenmäßig war St. Veit hingegen viel größer als St. Jakob: bis ins 18./19. Jahrhundert gehörte noch die heutige Pfarre Hopfgarten, die Filialkirche St. Leonhard und Teile von St. Jakob dazu.

Der Vikar wohnte seit je her in einer eigenen Behausung, dem so genannten Widum. Dieser war ursprünglich aus Holz, wurde aber 1742/43 durch den noch heute existierenden Steinbau ersetzt. Seit etwa 1750 gab es in St. Veit gelegentlich einen Kooperator (Hilfspriester, Kaplan).

Nach der Ausweisung der Protestanten wurden Maßnahmen zur Konsolidierung des Glaubens gesetzt: Zum einen wurde 1730/31 die längst fällige Erweiterung der Kirche durchgeführt, zum anderen wurde 1748 die noch heute bestehende Todesangst-Christi-Bruderschaft gegründet. Sie begeht ihr Bruderschaftsfest am so genannten Ablasssonntag, dem Sonntag vor dem 16. Juli, mit einer festlichen Prozession.

In den Jahren 1880-1889 verfasste der damalige Seelsorger Matthias Hofmann eine Chronik, die zu den wichtigsten Quellen der Geschichte von St. Veit gehört. Sie wurde im Jahre 1997 in Buchform veröffentlicht.

1891 wurde St. Veit in Defereggen definitiv zur Pfarre erhoben, nachdem es schon lange kaum mehr von seiner „Mutterpfarre“ Windisch-Matrei abhängig gewesen war.
Noch ein Wort zur Diözesanzugehörigkeit: Die Erzdiözese Salzburg verwaltete während des ganzen Mittelalters große Gebiete südlich des Alpenhauptkammes (Kärnten, Osttirol). 1207 kam das Gebiet von Matrei mit dem Vorderen Defereggental auch in weltlicher (politischer) Hinsicht an Salzburg. Im Jahre 1811 wurde diese rund 600jährige Bindung von St. Veit an Salzburg endgültig zerrissen: Die napoleonische Neuordnung Europas führte dazu, dass das Gebiet des heutigen Osttirol politisch zu Frankreich kam (Illyrische Provinzen), in kirchlicher Hinsicht jedoch an das Bistum Laibach. Bereits 1814 endete diese Periode: Das Vikariat St. Veit kommt zur Diözese Brixen, bei dem es bis 1925 verbleibt. Im gleichen Jahr wird die Apostolische Administratur (seit 1964 Diözese) Innsbruck errichtet.
(Mag. Dr. Michael Huber, Nov. 2007)

Nach Abschluss einer umfangreichen Innen- und Außenrenovierung der Pfarrkirche St. Veit wurde diese im März 2002 von Bischof Alois Kothgasser wiedergeweiht. Aus diesem Anlass wurde vom Kulturverein HEIMAT DEFEREGGEN ein umfangreicher Kirchenführer aufgelegt.